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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Mitfahrerbank in Züllighoven steht; Mobil ohne eigenes Auto

30. August 2020

Wer kennt es nicht – fast überall im ländlichen Raum wünschen sich viele Mitbürger*innen eine Verbesserung der Taktung im Nahverkehr. Der Bus kommt ja, aber nicht so häufig, wie sich das so manch einer wünscht. Wer nicht mehr (z.B. ältere MitbürgerInnen) und noch nicht (z.B. Jugendliche oder junge Erwachsene) Auto fahren kann, für den gibt es jetzt in Züllighoven eine tolle Alternative: eine Mitfahrerbank.

Die UWG hatte bereits im letzten Jahr die Vorzüge und Nutzungsmöglichkeiten einer Mitfahrerbank in einem Presseartikel ausführlich vorgestellt. Nun waren die Bemühungen endlich erfolgreich.

Schon seit 2014 gibt es das Prinzip der Mitfahrerbank in Deutschland, vielfach auch Tramperbank genannt. Nur statt Daumen raus, heißt es ab sofort in Züllighoven: Richtungsschild auswählen, hochklappen, auf der Bank Platz nehmen und warten bis einer anhält und den Wartenden in die gewünschte Richtung mitnimmt.

Das Warten sollte nicht von langer Dauer sein, denn man kennt sich ja in Züllighoven. Diejenigen die mitnehmen und diejenigen die mitgenommen werden möchten, müssen sich erst an die neue Reisemöglichkeit gewöhnen. Vertrauen spielt dabei eine große Rolle. Bei wem steige ich ein? Gerade für kleinere Orte in unserer Gemeinde ist die Mitfahrerbank daher ideal. Hier kennt man sich, hier hilft man sich. Spontane Fahrgemeinschaften gehören ab sofort dazu.

Die Gemeinde hat jetzt am Ortseingang in Züllighoven, direkt neben der bekannten Bushaltestelle für den ÖPNV eine solche Mitfahrerbank aufgestellt. Wann gründen Sie die nächste spontane Fahrgemeinschaft?

Die UWG ist der Ansicht: „Nur ein Angebot, dass auch von den Bürger*innen angenommen wird, kann erfolgreich sein und sich dauerhaft etablieren. Sagen Sie es Anderen. Je mehr mitmachen, umso eher wird daraus eine Erfolgsgeschichte. Gegebenenfalls auch für die anderen kleineren Orte unserer Gemeinde.“

Allgemein

Keine Windkrafträder in der Nähe von Wachtberger Wohngebieten

23. August 2020

Die UWG vertritt weiterhin die Bürgermeinung: Keine Windräder in unmittelbarer Nähe der Ortschaften!

Bereits mehrfach wurde der Bereich zwischen Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf als möglicher Standort von Windkraftanlagen identifiziert. Die UWG fordert eine gemeinsame Windvorrangzone in überregionaler Zusammenarbeit mit den Gemeinden Meckenheim, Rheinbach und Grafschaft. Diese überregionale Standortsuche wurde von der UWG bereits vorgeschlagen, von der Verwaltung nicht weiterverfolgt und von der Mehrheit der anderen Fraktionen abgelehnt. Das ist aber die sinnvollste Möglichkeit eine Verspargelung der Landschaft zu verhindern und alle betroffenen Ortschaften zu schützen.

Der Rat der Gemeinde war in den letzten Jahren nicht untätig. Ein beauftragtes Gutachten zur effektiven Windgewinnung in Wachtberg weist geeignete Flächen aus. Allerdings konnte aufgrund der Änderungen der genehmigungsfähigen Anlagenhöhen kein finaler Beschluss für den optimalen Standort gefasst werden.

Durch den im Koalitionsvertrag der aktuellen NRW Landesregierung vereinbarten Beschluss 2019 den Landesentwickungsplan zu ändern ist Wachtberg als Standort vorerst herausgefallen. Da Windkraftanlagen darin nur in einem Abstand von min. 1500 m zu Ortschaften errichten werden dürfen, ist dies wegen der dichten Besiedelung im Ländchen nicht möglich.

Durch die neuste Vorgabe aus Berlin, die Abstandsflächen zu Wohngebieten auf 1000 m zu verringern, steht Wachtberg nun wieder im Focus der Investoren. Jetzt liegt es an der Landesregierung. Sie kann ihr Wahlversprechen halten und die 1500 m-Regelung behält ihre Gültigkeit oder alles löst sich in Schall und Rauch auf. Das liegt jedoch nicht in Wachtberger Hand.

Dadurch das Wachtberg aktuell keine Windvorrangzone ausweist, besteht die Möglichkeit, dass Windkraftanlagenbetreiber jede Wachtberger Ortschaft in den Focus nimmt und planlos Windräder erstellt werden. Hier ist jetzt die Wachtberger Politik gefordert, schnell eine sinnvolle Fläche auszuweisen, um eine Landschaftsverschandelung zu verhindern.

Um es deutlich noch einmal hervorzuheben. Die UWG ist für den Ausbau und die Nutzung alternativer Energien -dazu gehören auch Windräder- und für eine Reduzierung der fossilen und der atomaren Energieanteile. Aber! Da wo es effizient und sinnvoll ist. Dazu wären z. B. Höhenlagen sicher eher geeignet.

Der Umwelt zu liebe sollten auch wir in Wachtberg dafür unseren Beitrag leisten. Dazu gibt es vielerlei Möglichkeiten und umsetzbare neue Ideen. Wie wäre es z.B. mit einer Anmietung privater Dachflächen durch unsere gemeindeeigene ENEWA für die Produktion gemeindeeigenen Stroms durch Fotovoltaik Anlagen? Wäre diese Investition des lokalen Stromanbieters nicht sinnvoller als die Investitionen in Windkraftanlagen am falschen Standort?

Die UWG wird sich weiterhin für die berechtigten Schutzbedürfnisse der Menschen in Wachtberg einsetzen, vor allem in Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf; damit Mensch, Natur und der Wert des Wohn-Eigentums geschützt werden.

Allgemein

Berkumer Schulzentrum vom ÖPNV abgeschnitten; UWG sorgt sich um die Sicherheit der Kinder

21. Juni 2020

Der Ausschuss „Infrastruktur und Bau“ der Gemeinde Wachtberg hat sich in seiner jüngsten Sitzung -gegen die Stimmen der UWG- dafür ausgesprochen, die Haltestelle am Berkumer Schulzentrum aufzugeben und stattdessen die Haltestellen „Rathaus“ bzw. „Seniorenpark“ auf der Rathausstraße zu benutzen.

Das hat nicht nur zur Folge, dass die Schulkinder den langen Weg zwischen dem Schulzentrum und der Rathausstraße zurücklegen müssen, sondern insbesondere an den Haltestellen an der stark befahrenden Rathausstraße erheblichen Gefahren ausgesetzt sind.

Leider fanden die Argumente der UWG, die als einzige Partei gegen die Verlegung gestimmt hatte, bei den Ausschussmitgliedern und der Verwaltung kein Gehör.

  • Die Haltestellen an der Rathausstraße liegen an der stark befahrenen Hauptdurchgangsstraße (L 123) in Berkum. Die Kinder müssen dort verweilen; sie müssen die Straße queren. Es ist keinerlei Aufsicht garantiert.
  • Der längere Schulweg zum/vom Bus ist ungesichert. Die Idee, die Grundschüler von Eltern begleiten zu lassen und damit den Schulweg abzusichern, ist gut gemeint, wirft aber eine Fülle von zusätzlichen organisatorischen und rechtlichen Fragen auf.
  • Diese Veränderung wird das Problem der Elterntaxis (PKW-Verkehr vor der Schule) noch weiter verschärfen, da besorgte Eltern ihre Kinder nicht den Gefahren aussetzen möchten.
  • Eine Petition vieler betroffener und besorgter Eltern hätte im Ausschuss mehr Beachtung verdient gehabt.
  • Es gibt keinen behindertengerechten Zugang von der Rathausstraße zum Schulzentrum.

 

Darüber hinaus ist zu beachten, dass nicht nur das Schulzentrum vom ÖPNV abgeschnitten wird, sondern weitere wichtige Einrichtungen in Wachtberg. Dazu gehören u.a. kulturelle Veranstaltungen, das Hallenbad, die Sporthalle, Beach-Volley, Grillplatz, Tennisplätze. Es ist eben nicht nur ein Schul-, sondern auch ein Begegnungszentrum.

Viele alte Menschen leben im Limbachstift und sind auf den ÖPNV angewiesen. Ihre Situation wird sich damit verschlechtern, da sie zukünftig den langen Weg zur Rathausstraße zurückzulegen haben.

„Wir schaffen uns mit der Verlegung der Haltestelle mehr Probleme, als wir Vorteile daraus ziehen“, so der UWG-Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg. Und weiter: „Der Sicherheit und damit dem Wohl unserer Kinder sollten wir oberste Priorität einräumen. Wir setzen unsere Kinder einem enormen Sicherheitsrisiko aus. Dieser Preis ist uns zu hoch.“

Deshalb hatte die UWG den Vorschlag gemacht, vor der Schule einen Wendehammer für die Busse vorzusehen. Die Mittel für die geplante Erweiterung der Bushaltestelle am Rathaus sollten auf dieses Vorhaben umgelenkt werden. Das würde dann auch mit der ohnehin geplanten Umgestaltung des Schulvorplatzes korrespondieren. Der PWK-Verkehr sollte in diesem Bereich möglichst ferngehalten werden. Damit wäre auch das Ziel erreicht, den „Berkumer Weg“ auf den Rad- und landwirtschaftlichen Verkehr sowie den ÖPNV zu begrenzen und den Busverkehr von der „Oberdorfstraße“ zu verbannen.

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