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Berkumer Schulzentrum vom ÖPNV abgeschnitten; UWG sorgt sich um die Sicherheit der Kinder

Der Ausschuss „Infrastruktur und Bau“ der Gemeinde Wachtberg hat sich in seiner jüngsten Sitzung -gegen die Stimmen der UWG- dafür ausgesprochen, die Haltestelle am Berkumer Schulzentrum aufzugeben und stattdessen die Haltestellen „Rathaus“ bzw. „Seniorenpark“ auf der Rathausstraße zu benutzen.

Das hat nicht nur zur Folge, dass die Schulkinder den langen Weg zwischen dem Schulzentrum und der Rathausstraße zurücklegen müssen, sondern insbesondere an den Haltestellen an der stark befahrenden Rathausstraße erheblichen Gefahren ausgesetzt sind.

Leider fanden die Argumente der UWG, die als einzige Partei gegen die Verlegung gestimmt hatte, bei den Ausschussmitgliedern und der Verwaltung kein Gehör.

  • Die Haltestellen an der Rathausstraße liegen an der stark befahrenen Hauptdurchgangsstraße (L 123) in Berkum. Die Kinder müssen dort verweilen; sie müssen die Straße queren. Es ist keinerlei Aufsicht garantiert.
  • Der längere Schulweg zum/vom Bus ist ungesichert. Die Idee, die Grundschüler von Eltern begleiten zu lassen und damit den Schulweg abzusichern, ist gut gemeint, wirft aber eine Fülle von zusätzlichen organisatorischen und rechtlichen Fragen auf.
  • Diese Veränderung wird das Problem der Elterntaxis (PKW-Verkehr vor der Schule) noch weiter verschärfen, da besorgte Eltern ihre Kinder nicht den Gefahren aussetzen möchten.
  • Eine Petition vieler betroffener und besorgter Eltern hätte im Ausschuss mehr Beachtung verdient gehabt.
  • Es gibt keinen behindertengerechten Zugang von der Rathausstraße zum Schulzentrum.

 

Darüber hinaus ist zu beachten, dass nicht nur das Schulzentrum vom ÖPNV abgeschnitten wird, sondern weitere wichtige Einrichtungen in Wachtberg. Dazu gehören u.a. kulturelle Veranstaltungen, das Hallenbad, die Sporthalle, Beach-Volley, Grillplatz, Tennisplätze. Es ist eben nicht nur ein Schul-, sondern auch ein Begegnungszentrum.

Viele alte Menschen leben im Limbachstift und sind auf den ÖPNV angewiesen. Ihre Situation wird sich damit verschlechtern, da sie zukünftig den langen Weg zur Rathausstraße zurückzulegen haben.

„Wir schaffen uns mit der Verlegung der Haltestelle mehr Probleme, als wir Vorteile daraus ziehen“, so der UWG-Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg. Und weiter: „Der Sicherheit und damit dem Wohl unserer Kinder sollten wir oberste Priorität einräumen. Wir setzen unsere Kinder einem enormen Sicherheitsrisiko aus. Dieser Preis ist uns zu hoch.“

Deshalb hatte die UWG den Vorschlag gemacht, vor der Schule einen Wendehammer für die Busse vorzusehen. Die Mittel für die geplante Erweiterung der Bushaltestelle am Rathaus sollten auf dieses Vorhaben umgelenkt werden. Das würde dann auch mit der ohnehin geplanten Umgestaltung des Schulvorplatzes korrespondieren. Der PWK-Verkehr sollte in diesem Bereich möglichst ferngehalten werden. Damit wäre auch das Ziel erreicht, den „Berkumer Weg“ auf den Rad- und landwirtschaftlichen Verkehr sowie den ÖPNV zu begrenzen und den Busverkehr von der „Oberdorfstraße“ zu verbannen.

Allgemein

  1. Ingo Steiner
    25. Juni 2020, 16:55 | #1

    Die Mittel für den barrierefreien Ausbau der Haltestelle Seniorenheim und Rathaus kommen vom NVR mit Eigenanteil der Gemeinde. Die kann man nicht umlenken.

    Das Seniorenheim liegt genau zwischen beiden Haltestellen, da ändert sich nur die Frage ob erst bergauf oder bergab.

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