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Zu wenig bezahlbare Wohnungen in Wachtberg – UWG fordert mehr Angebote für Durchschnittsverdiener

Die Gemeinde Wachtberg mit ihren über 20.000 Einwohnern liegt mit ihrer Nähe zu Bonn in einer boomenden Region. Vor einer reizvollen Kulisse des Siebengebirges übt Wachtberg mit seiner einzigartigen Kulturlandschaft nach wie vor eine besondere Anziehung aus.

Das als Gegenmaßnahme zum Wechsel des Regierungsstandortes beschlossene Bonn-Berlin-Gesetz hat – entgegen den ursprünglichen Erwartungen – die Attraktivität der Gemeinde Wachtberg als Wohnstandort noch erhöht. Finanzhilfen haben den Strukturwandel ermöglicht und flankiert und damit eine Attraktivitätssteigerung der gesamten Region ermöglicht. Die Zuwanderung von Bürgern wurde verstärkt und damit die Berlin-Abwanderung kompensiert  Auf diese Weise konnten sich die Bevölkerungszahlen u.a. durch die Ansiedlung von großen Dienstleistern in Bonn – trotz hoher Abwanderungsraten – weiter erhöhen.

Die Profilierung Wachtbergs in der Region als hochwertiger Wohn- und Wirtschaftsstandort mit besonderer Gewichtung von Freizeit und Naherholung und die Nähe zu Bonn hat eine Bevölkerungsstruktur zur Folge, die sich durch einen hohen Bildungsstand und eine große Finanzkraft auszeichnet. Wachtberg ist die Gemeinde mit einem der höchsten verfügbaren Einkommen pro privatem Haushalt in NRW.

Diese Entwicklung hat die Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde insgesamt verstärkt. Die in den letzten Jahren entstandenen Bauvorhaben waren Folge dieser Bedarfszunahme. Verstärkte Nachfrage und die Zinsentwicklung haben den Wohnungsmarkt zunehmend zu einem Anbietermarkt gemacht und damit den Preis für Wohnraum steigen lassen. Damit besteht die Gefahr, dass Besserverdienende diejenigen verdrängen könnten, die sich Wohnraum zu diesen Preisen nicht leisten können. Für Bürger mit einem durchschnittlichen oder niedrigeren Einkommen wird das zu einem großen Problem. Der starke Zuzug von Flüchtlingen und ihre Integration in unsere Gesellschaft fordern die Wohnungswirtschaft und die Wohnungspolitik zusätzlich heraus.

Der Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg betont: „Der UWG ist der gesellschaftliche und soziale Zusammenhalt in unserer Gemeinde wichtig. Auch junge Familien mit mehreren Kindern müssen sich Wohnen in Wachtberg leisten können. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung und der demografische Wandel insgesamt haben ebenfalls Auswirkungen auf den Wohnraumbedarf. Was wir brauchen ist eine stärkere soziale Wohnbauförderung und damit mehr Wohnungsangebote für Menschen mit niedrigerem Einkommen.“

Diese Forderung der UWG sollte jetzt bei der anstehenden Entwicklung der im letzten Flächennutzungsplanverfahren geschaffenen Wohnbaufläche entsprechend stark  berücksichtigt werden. Das könnte durch entsprechende Anreize für Investoren geschehen. Denkbar wäre z. B. bei größeren Bauvorhaben direkt eine entsprechende Sozialwohnungsquote vorzusehen (Wohnmix).

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