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UWG befürwortet nach Cap-Markt-Schließung schnelle Ansiedlung von Supermärkten in Niederbachem

18. Mai 2015

Verwaltung soll nachhaltige Nahversorgung in Niederbachem offensiv begleiten Konzepte für mobile Nahversorgung kleinerer Ortschaften lange überfällig

Wachtberg/Niederbachem. Die ordentliche Nahversorgung der örtlichen Bevölkerung in den Wachtberger Ortsteilen wie etwa Niederbachem ist für die Unabhängige Wähler Gemeinschaft (UWG) weiterhin eine wichtige kommunale strukturpolitische Langzeitaufgabe.

Nach der für Juni anberaumten Schließung des CAP-Lebensmittel-Marktes wollen nach Angaben von örtlichen Grundstückseigentümern die beiden Ketten „Penny“ und „Netto“ in Niederbachem einen Discount-Markt bauen. Als Standorte sind der Ortseingang hinter dem Dächelsberg und die Ortsmitte im Talort im Gespräch. Die Anzahl der Märke steht noch nicht fest. Über den Zuschlag entscheidet der Rat.

Dazu erklärt der Fraktions-Vorsitzende der UWG, Joachim Mittweg, nach einigen vorausgegangenen Bürgergesprächen in Niederbachem:

Um den Bestand des CAP-Lebensmittelmarktes in Niederbachem zu sichern, hatten CDU und UWG in 2012 die Ansiedlung von Discountern und vergleichbare entsprechende Pläne der interessierten Investoren zurückgestellt. Durch die angekündigte Aufgabe des CAP-Marktes ist dieser damals beschlossene Schutzschild nicht mehr erforderlich.

Investoren hatten auch innerhalb der sechsjährigen CAP-Markt-Anlaufphase weiterhin großes Interesse gezeigt, in Niederbachem ein oder mehrere Discounter anzusiedeln. Die von der UWG und anderen politischen Kräften stets gut gepflegten Kontakte werden – so wie es scheint – schon bald für die Lebensqualität der Niederbachemer Bevölkerung erfolgreich sein.

Die Wachtberger Verwaltung sollte nun die rasche Supermarkt-Ansiedlung flankieren und schnell voran bringen, um die Nahversorgung insbesondere für betagte Einwohner und junge Familien am Standort nachhaltig und vor allem zügig zu gewährleiten.

UWG-Politiker Mittweg kritisierte gleichzeitig die von der Verwaltung und Bürgermeisterin Renate Offergeld (SPD) aufgezeigte unzureichende Vorgehensweise zur Sicherstellung der Niederbachemer Nahversorgung, obwohl lange bekannt gewesen sei, dass der CAP-Markt nicht weiter betrieben werden könne. Unverständlich sei auch die dazugehörige Aussage der SPD-Bürgermeisterin, dass „die Verwaltung mit Blick auf die Nahversorgung der Bevölkerung selbst keine Akquise betreibt.“

Im Wahlkampf haben Renate Offergeld  und Andrea Nahles – damals SPD-Generalsekretärin, heute Bundessozialministerin – den Cap-Markt gleich mehrfach in den Medien als soziales Aushängeschild von Wachtberg angepriesen, das jetzt ein Jahr nach der Wahl keine Bedeutung mehr zu haben scheint. Ein unrühmliches Ende für den Cap-Markt. Insbesondere für 18 Arbeitskräfte und vor allem für Menschen mit Behinderungen, die dort beschäftigt sind.

Joachim Mittweg fügte hinzu: Der Niedergang des Cap-Marktes ist das jüngste Negativ-Beispiel in der lückenhaften Nahversorgung der Wachtberger Ortsteile. Ausgenommen von der Ortschaft Pech gibt es für die Wachtberger Dorfbewohner kaum noch größere Einkaufsmöglichkeiten am jeweiligen eigenen Ort. Diese Versorgungslücken können längst über mobile Händler geschlossen werden. Die UWG hat dazu entsprechende Vorschläge gemacht, doch im Rathaus passiert dazu nichts. Auch ein für die Wachtberger Ortsteile wichtiges praxisbezogenes Nahversorgungskonzept hat den Bürgermeisterwahlkampf nicht überlebt. Die UWG wird zum Nahversorgungskonzept in Wachtberg jetzt eine Sondersitzung beantragen.

Wir werden auch das von der Pecher Ortsvertretung gewünschte Dorfentwicklungskonzept offensiv begleiten. Auch andere Ortschaften in Wachtberg müssen besser in die Nahversorgung eingebunden werden. Die UWG will ihre bürgernahen Positionen dazu in den kommenden Sitzungen der Fachausschüsse und im Rat konsequent einbringen, machte der UWG-Vorsitzende Joachim Mittweg deutlich.

 

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