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Wachtberg Mitte, Ziel verfehlt!

21. April 2013

Jede Abiklausur, Diplom- oder Doktorarbeit wäre wahrscheinlich mit dem Kommentar Ziel verfehlt durchgefallen.

Nur die Wachtberger CDU und FDP gaben dem Bebauungsplan Wachtberg-Mitte des Investors volle Punktzahl und beschlossen in der letzten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses dessen Offenlage.

Anscheinend konnten oder wollten sie sich nicht mehr an die konkreten Zielsetzungen und den beschlossenen 10-Punkte Aufgabenkatalog im Sinne der Wachtberger Bürger erinnern.

Der städtebauliche Entwurf mit dem der Investor den Wettbewerb um Wachtberg-Mitte gewonnen hat erfüllte nach Konzeptvorstellung die Kriterien dieses Aufgabenkataloges. Doch jetzt, nach monatelangen Ausarbeitungen werden wesentliche Punkte einfach übergangen.

Die geforderten Sichtachsen zum Siebengebirge sollen nunmehr schmale Gassen bilden, die gefahrlaufen dunkle schmutzige Ecken zu werden. Gebäude werden zusammengeschoben, damit mehr Flächen entstehen und dadurch geht die gewünschte Kleinteiligkeit verloren.

Doch die größte Ignoranz besteht darin Sondergebiete auszuweisen anstatt das wohlüberlegte und geforderte Mischgebiet entstehen zu lassen.

Die Parteien waren einstimmig der Meinung das Übergangsgebiet zwischen dem vorhandenen Wohngebiet an der Alten Molkerei , dem Rondo und dem bestehenden EKZ als Mischgebiet entstehen zu lassen. Es war gefordert eine Durchmischung von Wohnen, Gewerbe und Verkauf als Wachtberg-Mitte zu entwerfen und zu verwirklichen. In einem Mischgebiet bedeutet dies, bei 800 qm Verkaufsfläche werden mindestens 500 qm Wohnfläche geschaffen. Bei einer zweigeschossigen Bauweise durchaus machbar und im gesamten Bereich durchführbar. Der zur Offenlage von der CDU und FDP beschlossene  Bebauungsplan weist den überwiegenden Teil von Wachtberg-Mitte als Sondergebiet aus, in dem ein Wohnen nicht zulässig ist und die Restfläche als Mischgebiet in dem das Verhältnis von 60% Gewerbe- oder Verkaufsfläche zu 40% Wohnfläche gewahrt werden soll. Wie viel Wohnfläche wird denn da überhaupt noch geschaffen? Was für ein dunkles Gebiet entsteht da nach 22.00 Uhr?

Die UWG ist der Meinung eine Durchmischung findet hier nicht mehr statt und ein akzeptabler Übergang zwischen Wohngebieten und EKZ wird nicht geschaffen. Ziel verfehlt!

Die fachlichen Ausführungen des beauftragten Rechtsanwaltes während der Ausschusssitzung können zwar rechtlich fundamentiert sein und der B-Plan kann daraufhin mit seinen Ausweisungen rechtssicher sein und damit Bestand gegen die Einwände benachbarter Städte und Gemeinden haben, aber Ziele und Aufgaben zur Verwirklichung von Wachtberg-Mitte der Bürger und der Politik wurden nicht realisiert. Ziel verfehlt!

Bei Ausweisung eines Mischgebietes ist eine Realisierung ebenfalls möglich. Dabei besteht nur die Schwierigkeit für den Investor Wohn- und Gewerbeflächen im rechtlichen Rahmen in jedem Gebäude herzustellen und mit diesen und den versiegelten Flächen die rechtlich zulässigen überbaubaren Flächen nicht zu überschreiten. Diese Aufgabe galt es zu lösen und zu realisieren.

Durch die geplanten Gebäudegrößen, die dafür erforderlichen Stellplätze und der vom Investor gewünschten maximalen Flächenausnutzung ist diese Forderung überschritten worden. Ziel verfehlt!

Die UWG verfolgt immer noch die Ziele der Wachtberger Bürger und ist bestrebt in deren Sinne ihre Stimme zu geben , damit eine Wachtberg-Mitte mit Plätzen mit  Aufenthaltscharakter, einem  Magneten auf dem ZOB-Gelände und Flächen für gewerbliche Nutzung geschaffen werden, aber ebenso Wohnfläche und damit die gewollte, gewünschte und geforderte Durchmischung und  eine lebendige Wachtberg-Mitte entsteht.

Die UWG ist gegen die Ausweisung der Flächen Wachtberg-Mitte als Sondergebiete. Die UWG unterstützt aber und stimmt für die Entwicklung  Wachtberg-Mitte  im Sinne der Bürger damit deren Wünsche,  Anforderungen und  Ziel realisiert wird.

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