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Wachtberg ist überreif für die 1. Bürgermeisterin

25. Mai 2013

UWG unternimmt strategischen Vorstoß für gemeinsame Rathaus-Chefin. Theo Hüffel (CDU) soll schon 2014 Platz machen für eine Amtsnachfolgerin im Rathaus

Die Unabhängige Wähler-Gemeinschaft (UWG) macht sich stark für die 1. hauptamtliche Bürgermeisterin in Wachtberg.

„Nach fast einem halben Jahrhundert ist Wachtberg reif für eine 1. Bürgermeisterin im Gemeinderathaus. Die derzeit drei amtierenden stellvertretenden Bürgermeisterinnen (2 CDU, 1 SPD) sind vom Einfluss her und in der Praxis leider nicht mehr als politische Feigenblätter im Routinegeschäft. Diese jahrzehntelange frauenfeindliche Praxis werden sich viele politisch engagierte Frauen in Wachtberg mit Blick auf die kommenden Kommunal- und Bürgermeisterwahlen künftig sicher nicht länger gefallen lassen,“ erklärte die Wachtberger UWG-Vorsitzende Angelika Schmidt aus dem Ortsteil Züllighoven.

Die sachkundige Bürgerin im Gemeinderat und Architektin strebt dazu eigenen Aussagen zufolge eine strategische Allianz aller im Rat vertretenen Parteien an. Angelika Schmidt führte dazu weiter aus: „Es haben bereits erste Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und UWG in dieser Woche stattgefunden. Auch FDP und CDU sollen zügig in diese Überlegungen eingebunden werden. Konkrete Namen für eine gemeinsame Bürgermeisterkandidatin für 2014 werden erst nach den Gesprächen mit allen Wachtberger Parteien bzw. Fraktionen konkret genannt.“

Angelika Schmidt geht mit Wachtbergs Bürgermeister Theo Hüffel (CDU) hart ins Gericht. Dieser habe in seinen beiden Amtsperioden leider die in ihn gesetzten Erwartungen überhaupt nicht erfüllt. „Obwohl Wachtberg zu den einkommensstärksten Gemeinden in ganz NRW zählt, schrammt die Kommune stets an der bevormundenden Haushaltssicherung vorbei und muss das letzte kommunale Tafelsilber veräußern. Hüffels gescheiterte Rathauspolitik und Kuratoriumsführung im Limbachstift spaltet zudem die Wachtberger Bürgerschaft. Ständig höhere Abgaben, weniger kommunale Leistungen und reduzierte kulturelle Angebote zu Lasten der Bürger sind ein nicht mehr hinnehmbares politisches Armutszeugnis.“

Die UWG-Vorsitzende erinnerte daran, dass der von der CDU aufgestellte Theo Hüffel bei der Kommunalwahl Ende August 2009 seinen mit weit über 7500 Euro im Monat dotierten Bürgermeisterstuhl gegen die aus dem Stand heraus angetretene überfraktionelle Herausforderin Sabine Groth (FDP, 41,9%) lediglich mit einer hauchdünnen Mehrheit von 68 Stimmen (Hüffel 42,6 %) in die nun endende Bürgermeisterperiode hinüberretten konnte.

„Theo Hüffel hat schon in seiner ersten Amtszeit mehrere tausend Stimmen Vorsprung kläglich verspielt, täglich Wähler im zweistelligen Bereich verloren. Nur mit politischen Versprechungen, fragwürdigen Tricks oder kurzfristigen dubiosen Parteieintritten konnte sich der glücklose Amtsinhaber und CDU-Kandidat in die nächste Bürgermeisterperiode retten. Diese Strategie wird Theo Hüffel nach meiner Einschätzung nicht mehr gelingen. Hüffel darf einfach nicht länger Bürgermeister in Wachtberg bleiben. Deswegen hat ihm die UWG  schon vor geraumer Zeit das Vertrauen in der politischen Kooperation entzogen,“  machte Angelika Schmidt deutlich.

Die UWG-Vorsitzende zeigte sich zudem zuversichtlich, dass in allen Ratsparteien genug Frauenpower vorhanden ist, um die Position einer 1. Wachtberger Bürgermeisterin zum Wohle der örtlichen Bürgerschaft erfolgreich besetzen zu können.  Angelika Schmidt: „Wachtberg ist überreif für eine 1. Bürgermeisterin. Amtsinhaber Theo Hüffel sollte sich deswegen schon im Mai 2014 bei der Kommunalwahl dem Votum der Wachtberger Wählerschaft stellen und nicht bis 2015 teuer auf seinem Bürgermeistersessel verharren.“

Ein demokratiefreundlicher Zug zur gemeinsamen Kommunal- und Bürgermeisterwahl würde dagegen viele Kosten, viel Zeit sowie unsinnige Doppel-Arbeit sparen und endlich mehr politische Klarheit über Wachtbergs Zukunft schaffen. „Unser Wachtberg gehört längst in die politische Regie einer Frau.  Frauen können einfach besser mit Geld und Menschen umgehen, sie bringen die Politik wirklich auf den Punkt,“ fügte Angelika Schmidt hinzu.

Allgemeiner Hinweis:

In NRW sollen Bürgermeister und Räte per Gesetz ab 2020 wieder gemeinsam für fünf Jahre gewählt werden. Der neue Landtag beschloss eine Gesetzesänderung, wonach die Amtszeit der Räte einmalig von fünf auf sechs Jahre verlängert und die Amtszeit der Bürgermeister dauerhaft von sechs auf fünf Jahre verkürzt wird. 2007 hatte der Landtag die Wahltermine damals mit schwarz-gelber Mehrheit getrennt. Freiwillig können sich Bürgermeister schon ein Jahr vor Ende ihrer Amtszeit der Wählerschaft bei der Kommunalwahl im Jahre 2014 stellen.

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