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Ausweisung zum Mischgebiet weiter zwingend erforderlich UWG lehnt CDU/FDP-Pläne zum Ausbau von „Wachtberg Mitte“ konsequent ab

15. Juli 2013

Wachtberg-Berkum. Der jetzt geänderte Bebauungsplan „Wachtberg Mitte“ und die damit verbundene erneute Offenlage stößt weiterhin bei der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft (UWG) auf völlige Ablehnung.

Massive Kritik zum geplanten Baugebiet mit weiteren Geschäften kommt auch aus Bonn, Remagen und Meckenheim. Sie befürchten weitere Einbußen und Kaufkraftverschiebungen zu Gunsten Wachtbergs. Auch mehrere Anwohner finden ihre zahlreichen Bedenken und Änderungswünsche nicht ausreichend berücksichtigt, sehen die Standort- und Wohnqualität ihrer Häuser gefährdet.
Nach dem Willen der Gemeinde sollen Visa Vis dem Einkaufszentrum Geschäfte und Wohnräume mit einer Gesamtverkaufsfläche von 4700 Quadratmetern entstehen.

UWG-Politiker Michael Boldt, Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses im Gemeinderat, machte deutlich, dass die von CDU und FDP entschiedene Vorgehensweise der falsche Weg ist.
Nach Auffassung der UWG hätten die Ausschuss-Mitglieder einen Grundstücksstreifen entlang zum bestehenden Wohngebiet für die allgemeine Wohnbebauung zulassen sollen.
Dann hätten die Mitglieder in der nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses den Bebauungsplan zur Offenlage beschließen können. Dieses praktische sinnvolle Vorgehen hatten die Mehrheitsfraktionen CDU/FDP jedoch aus nicht nachvollziehbaren Zeitgründen abgelehnt, obwohl CDU/FDP zuvor eingeräumt hatten, dass man diesen Streifen besonders im Auge behalten wolle.
Vielmehr wurde mit den mehrheitlichen Stimmen von CDU und FDP zunächst die erneute Offenlage durchgesetzt. Neue Ansätze sollten dann später in der 1. Änderung zum Bebauungsplan aufgenommen werden.
Dies hat dann zur Folge, dass dann auch bei der Änderung wieder die Eingaben der Behörden und Träger öffentlicher Belange bearbeitet werden müssen und der Planer einen erneuten Auftrag zur Änderung des Bebauungsplan erhält, der sicherlich nicht kostenlos sein wird.
Während man von der FDP bereits gewohnt war, dass diese eine seltsame Auffassung von Sparen hat (15 Ausschussmitglieder sind angeblich günstiger als 13), ist die UWG nun gespannt darauf, wie CDU und FDP die zusätzliche Verwaltungsarbeit und eine erneute Leistung des Planungsbüros als günstiger begründen wollen. Offensichtlich kalkulieren CDU/FDP solche unnötigen Mehrausgaben bei knappen Haushaltsmitteln sorglos ein.
Ein solches unsinniges Finanzgebaren zu Lasten der Steuerzahler lehnt die UWG ebenso rigoros ab wie die unverhältnismäßigen Öffnungszeiten einer von einem Wachtberger Unternehmer geplanten Markthalle mit Streichelzoo und einem 13 Meter Aussichtsturm.
Die UWG ist vielmehr dafür, das komplette Baugebiet gegenüber vom Einkaufszentrum als Mischgebiet auszuweisen sowie die Straßen dieses Areals in öffentlichen Raum umzuwandeln.
Im Zuge der Offenlegung können bis zum 9. September erneut Anlieger sowie Träger öffentlicher Belange wie Behörden und benachbarte Gebietskörperschaften ihre eigenen Bedenken bzw. Anregungen einbringen. Es ist wieder mit zahlreichen Änderungswünschen zu rechnen.

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