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Durch neues Bauland soll sich die Einwohnerzahl von Züllighoven verdoppeln?

13. Januar 2012

UWG kämpft gegen überzogene Baulandausweisung und Klientelpolitik!

Mit Beginn des Neuen Jahres stehen in der Gemeinde Wachtberg die Entscheidungen über die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes sowie der Beschluss über die Außenbereichssat-zung für den Ortsbereich „Schießgraben“ an. D. h., es wird festgelegt, wie viele Neubauten in den nächsten Jahren in Wachtberg-Züllighoven und auf dem „Schießgraben“ erstellt werden können.
Hier gehen die Meinungen der einzelnen Parteien weit auseinander. Die Prüfung des von der Gemeinde beauftragten Ing.-Büros und der daraus resultierende Flächennutzungsplan für Züllighoven sieht keine größere Veränderung (Vergrößerung/Verkleinerung) für Züllighoven vor, schon gar nicht für den Weiler „Schießgraben“. Die vorhandenen Reserveflächen für 19 zusätzliche Baugrundstücke reichen nach Auffassung der Fachleute aus, um die Nachfrage nach Bauland in den kommenden Jahren zu decken. Entscheidend sind jedoch die Vorgaben der Politik, den Charakter des Ortes zu verändern oder die gegenwärtige Situation zu sichern.
Bei der jetzt zu treffenden politischen Entscheidung sind neue Wohnbauflächen für die nächsten 15 Jahre auszuweisen.
Welche Baulanderweiterung ist denn für Züllighoven verträglich und gerechtfertigt? Auf welchen Flächen könnte eine Baulanderweiterung erfolgen?
Nach Auffassung der CDU und der FDP sollen im Vorfeld durch den Beschluss einer Außenbereichssatzung auf dem „Schießgraben“ bereits – unabhängig von der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes – 8 neue Wohnhäuser gebaut werden können, wobei es sich ausschließlich um Vorhaben einer bestimmten Klientel vorzugsweise der FDP handelt.
Weitere 25 Häuser am Rande des Ortskerns von Züllighoven sind in der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes vorgesehen.
Ist das noch maßvoll? Wollen das die Züllighovener?
Bei Realisierung der Flächen „Schießgraben“ und im Ortskern Züllighoven ergäben sich mit den vorhandenen Reserveflächen ca. 50 Baugrundstücke. Bei ca. 50 neuen Häusern wäre die dörfliche Idylle verschwunden, das ungezwungene Spielen der Kinder auf der Straße wäre dann nicht mehr möglich.
Werden alle vorliegenden Anträge für den „Schießgraben“ berücksichtigt, könnten hier alleine 15 neue Wohnhäuser entstehen. Für den Ortskern bedeutet das aber ein zusätzliches Verkehrsaufkommen. Ist dann bei 15 neuen Häusern auf dem „Schießgraben“ eine Erweiterung des Ortskerns noch erforderlich? Um bei den Einwohnerzahlen „die Kirche im Dorf“ zu lassen, wäre der Politik anzuraten, nur eine Arrondierung des Ortskerns mit kleinen Parzellen in Erwägung zu ziehen bei gleichzeitiger Rücknahme von Wohnbaufläche am Rande des Ortskerns. Denn nur dann bliebe die Idylle des Ortes gewahrt und lediglich vorhandene Baulücken könnten noch geschlossen werden.
Die UWG Wachtberg tritt deshalb dafür ein, die vorhandenen Baulücken im Ortskern zu schließen, kleine Baulandflächen an der Peripherie des Ortskerns zuzulassen und für den „Schießgraben“ lediglich 4 neue Wohnhäuser zuzulassen.
Das würde bedeuten, der Weilercharakter des Schießgrabens und die Idylle des Ortskerns mit allen Vor- und Nachteilen bliebe erhalten.
Diese Auffassung vertraten zu Beginn im Planungs- und Umweltausschuss mehrheitlich einstimmig alle Parteien. Hierin waren sich bis in jüngste Zeit alle Politiker einig. Plötzlich ist jedoch alles anders. Wird hier jetzt von den anderen Parteien Klientelpolitk betrieben?
Bisher wurden die Bürger nur über die Untersuchungsergebnisse des Ing.-Büros und den Beschluss eine Außenbereichssatzung für den Schießgraben aufzustellen, informiert. Eine weitere Information und transparente Diskussion über alle in der Zwischenzeit vorgelegten Anträge auf Baulanderweiterung hat bisher in einer Ortsvertretersitzung nicht stattgefunden. In der Ortsvertretung haben lediglich die CDU, FDP und die SPD ohne Beteiligung der UWG Entscheidungen getroffen, in Züllighoven im erheblichem Umfang mehr Bauflächen auszuweisen, um besonders die Klientel der FDP zu befriedigen. Das ist merkwürdig, da die FDP jede andere Erweiterung in Außenbereichen der Gemeinde Wachtberg ablehnt. Warum nicht in Züllighoven?
Um es nochmal zu sagen, die UWG steht für eine umfangreiche Aufklärung und Beteiligung der Bürger für eine maßvolle Vergrößerung von Züllighoven zum Wohle aller, was jedoch nur durch die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für den Ortskern in Kombination mit einer Außenbereichssatzung für den „Schießgraben“ realisiert werden kann.

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