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Zum Thema Flächennutzungsplan in Wachtberg

27. Juli 2009

logo_uwg_fuw6Im Flächennutzungsplan (FNP) stellt die Gemeinde die Gemeindeentwicklung dar, in dem sie Flächen für die Bebauung, die Landwirtschaft das Gewerbe und Sonderflächen ausweist. Es gab eine Übereinkunft aller im Rat vertretenen Parteien die große Änderung bzw. Neuaufstellung des Flächennutzungsplan (FNP) nicht zum Wahlkampfthema zu machen, weil das nicht von Vorteil für die Gemeinde sein würde. Da aber sich alle Parteien sich nicht daran halten, stellt die UWG hier nun ihre Position zum FNP dar.

 

 

In den vergangenen Jahrzehnten gab es keine oder kaum festgelegte Kriterien nach denen Bauland ausgewiesen wurde. Wollte eine Privatperson oder ein Investor auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche bauen, stellte er einen Antrag auf Änderung des FNP‘s und der Rat entschied dann darüber. Die fachliche Beratung dazu wurde vom Antragsteller bezahlt! Diese willkürliche und planlose Verfahrensweise soll nun ein Ende haben. Ein von der Gemeinde beauftragtes Planungsbüro erstellt nun einen neuen FNP, in dem für die nächsten 15Jahre festgelegt wird, wofür welche Flächen benötigt werden. Die im Rat vertretenen Fraktionen wurden vor zwei Jahren aufgefordert, ihre Vorstellungen zum FNP darzulegen. Die UWG ist der Auffassung, dass Bebauungspläne nur noch nach vorher festgelegten Kriterien (Umweltschutz, Einfügen in die Landschaft, Erschließbarkeit, Verfügbarkeit von Kindergarten- und Schulplätzen, usw) und bei Bedarf aufgestellt werden sollten.

 

Die Mitglieder der UWG besuchten dann an mehreren Tagen die einzelnen Dörfer der Gemeinde und wählten Flächen aus, über die man für eine eventuelle Bebauung diskutieren könnte. Klar ist aber auch, dass auf Flächen die im neuen FNP nicht als Fläche für die Bebauung vorgesehen sind, in den nächsten 15 Jahren auch nicht gebaut wird! Auf den für die Bebauung angedachten Flächen im FNP wird aber nur gebaut, wenn der Bedarf vorhanden ist. Dieser ist in den letzten Jahren gesunken und wird auch in den nächsten Jahren sinken. Trotzdem wird für Wachtberg eine leichte Bautätigkeit nötig sein um unsere Einwohnerzahl zu halten, die wir benötigen um unsere Infrastruktur im Bereich der Kindergärten und Schulen zu erhalten.

 

Unsere als Diskussionsgrundlage vorgeschlagenen Flächen für die Bebauung lagen in einer öffentlichen Bauausschusssitzung vor, waren also jedermann zugänglich und können auch von interessierten Bürgern bei der UWG eingesehen werden. Die CDU hat Ihre Vorschläge nach der Sitzung nachgereicht und somit einer öffentlichen Diskussion entzogen. SPD, FDP und Grüne haben überhaupt keine konkreten Vorschläge gemacht, wahrscheinlich um den Anschein zu erwecken, dass sie gänzlich gegen jede weitere Bautätigkeit sind, was sie aber nicht der Realität entspricht.

 

Viele Kritiker der derzeitigen und zukünftigen Bautätigkeiten in Wachtberg, hätten, wären ihre heutigen Vorstellungen seinerzeit berücksichtigt worden, ihr eigenes Haus nie bauen können. Bei jeder Neubautätigkeit findet ein empfindlicher Eingriff in unsere schöne Landschaft statt, so dass man genau abwägen muss, ob man ihn zulässt.

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