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Wunschträume – Kunstrasenplätze

2. Februar 2009

Bei allen Wünschen und Träumen um die Umbauten der vorhandenen Sportplätze zu Kunstrasenfeldern müssen wir einen kühlen Kopf bewahren für das Machbare. Schon gar nicht ist dies ein Thema für voreilige Versprechungen im Wahljahr!

Der Auszug aus dem Gutachten (nur dieser steht uns leider zur Verfügung) sagt einiges aus über den Zustand der Plätze in Berkum und Niederbachem. Vergessen dürfen wir aber auch nicht die Plätze in Pech, Villip und Adendorf sowie den Rasenplatz in Fritzdorf. Bei Abwägung aller Fakten kommt man ganz einfach zu dem Ergebnis, dass die Gemeinde sich nicht zwei oder gar drei Kunstrasenplätze leisten kann!

Wenn man von den Vereinsgrößen und der Klassenzugehörigkeit allein ausgeht, so stände derzeit ein Ausbau zu Gunsten des SV Wachtberg an. Aber gerade diese Platzanlage ist alleine wegen der Größe und der Lage im Wald am problematischsten.

Zuerst müssten wir ein Paket für die vorhandenen Tennenplätze schnüren. Im Gutachten ist die Rede von der zu groben Körnung und vom zu geringen Feinstaubanteil. Das Problem ist uns allen bekannt, nur haben wir uns nicht durchringen können, Berieselungsanlagen einzubauen. Diese wären zur Erhaltung der Plätze, die eigentlich stets in erdfeuchtem Zustand bespielt werden sollten, aber dringend notwendig. Ferner müssten an fast allen Plätzen die Entwässerungen an den Außenlinien saniert werden. Gleichzeitig müssten nochmals die Standfestigkeit der Beleuchtungsmasten überprüft werden.

Diese Kosten sollten schnellstens ermittelt werden und in Relation zu unserer jährlichen Sportpauschale von € 50.000 (für den gesamten Breitensport) gesetzt werden.

Parallel dazu müssen Untersuchungen für die Anlage einer neuen Sportstätte angestellt werden. Diese sollte eine reguläre Großspielfläche mit Kunstrasen beinhalten sowie leichtathletische Einrichtungen, die zumindest eine einwandfreie Durchführung der Bundesjugendspiele zulässt.

Die einst in den 80er Jahren in der Diskussion gewesenen Standorte, die auch im Gutachten nochmals aufgeführt werden, sind heute auf keinen Fall mehr akzeptabel!

In Berkum sind mittlerweile gegenüber dieser Stelle 3 Häuser mit 27 altengerechten Eigentumswohnungen gebaut worden. Ferner ist dort noch eine Erweiterung um 4 Häuser mit weiteren 24 Wohnungen möglich. Dort gegenüber eine Sportstätte zu errichten, wäre heute geradezu inhuman.

In Niederbachem ist mittlerweile die gleiche Situation entstanden; die neue Sportanlage läge wieder, genauso wie die alte Sportanlage, im Wohngebiet, dazu kämen noch die Geräuschemissionen ins Tal hinein.

Nach einigen Recherchen und Überlegungen bezüglich der Verkehrsanbindung, der Geräuschentwicklung zu Wohngebieten und einer günstigen Platzierung in der Landschaft, bietet sich als geradezu ideal ein Gelände unterhalt des Jesuitenhofes in Berkum an, bis zur Gemarkungsgrenze Gimmersdorf und Oberbachem.

An dieser Stelle entlang der L 123 wären auch noch Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden. Geräuschemissionen müssten am unteren Pegel liegen, die geschützte Lage bietet dazu noch freie Sicht gegen Osten und die Verkehrsanbindung wäre optimal.

Für diese Stelle sollten wir die Machbarkeit prüfen und die Kosten für einen Neubau an diesem zentralen Standort sowie für das Sanierungspakte der alten Tennenplätze ermitteln.

Nicht unerwähnt bleiben sollte (wie sich in Gesprächen herausstellte), dass zur Gründungszeit des SV Grün-Rot Berkum um 1922 der erste Sportplatz unterhalb des Jesuitenhofes lag. Alte Berkumer werden sich doch sicherlich daran erinnern können!

Auch wir bieten den Vereinen und den Fraktionen Gespräche an und bitten um ernsthafte Überlegungen jenseits einer Kirchturmspolitik und der Wahlkampfzeit.

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