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Paul Giersberg zieht um – aus dem Rathaus ins Kreishaus!

24. Februar 2009

In diesem Jahr wird Wachtberg 40 Jahre, genau so lange steht dafür auf der kommunalpolitischen Bühne ein Name: .

1969 wurde er vom damaligen sozialdemokratischen Urgestein Jakob Bach aufgefordert sein politisches Interesse nun endlich umzusetzen. Am 14. April 1971 begann in der 14. Sitzung der I. Periode des Rates der Gemeinde Wachtberg seine kommunalpolitische Laufbahn und wird in der voraussichtlichen 30. Sitzung der VIII. Periode am 22. September 2009, nach 38½-jähriger ununterbrochener Arbeit zum Wohle der Gemeinde Wachtberg, enden.

In allen Fachausschüssen hatte Paul Giersberg Sitz und Stimme, wie auch in den Zweckverbänden Abwasser und der VHS. Er war in allen Sonderbauausschüssen aktiv, die da waren für: Haupt- und Grundschule, Schwimm- und Sporthalle, Rathaus, Friedhöfe Oberbachem und Villip sowie den Arbeitskreisen Wohn- und Gewerbepark, Haushaltskonsolidierung, Feuerwehrwesen sowie Neue Mitte Berkum. Parallel zu Rat und Ausschüssen ist Paul Giersberg sein 1971 in der Ortsvertretung Oberbachem, deren Vorsitzender er insgesamt 8 Jahre war. Das sichtbarste Zeichen dieser Jahre ist z.B. der Ausbau der Dorfmitte mit dem Dorfplatz. Ferner arbeitete Paul Giersberg 25 Jahre ununterbrochen im Kuratorium der Limbach-Stiftung (nur Josef Bedorf, Pfarrer Heinz Steden und Dr. Alois Kindler waren länger dabei). In diese zeit fällt die Weiterentwicklung und die Bauvorhaben Seniorenwohnpark, Bau des Limbachsaales sowie des neuen Demenzhauses „Flieder“ und der Bau der 27 Seniorenwohnungen „Betreutes Wohnen“.

Im Oktober 1982 setzte Parteiverdrossenheit ein, er verließ die Sozialdemokraten.

Nach ersten Überlegungen, mit der Politik nach 3 Perioden im Herbst 1984 Schluss zu machen, gründete er dann doch mit viel Energie und anfänglich 6 Mitstreitern die Unabhängige Wählergemeinschaft Wachtberg –UWG-. Entgegen der Erwartungen der etablierten drei Parteien, wurde ein Wahlkreis nach dem anderen besetzt! Am Wahlabend des Jahres 1984 hatte die UWG mit 12,5% der Wählerstimmen 4 Mandate für den Rat und Paul Giersberg wurde Fraktionsvorsitzender. Ein neuer Abschnitt in der Ratslandschaft begann. Zur Überraschung vieler schloss die CDU mit der UWG einen Koalitionsvertrag und Paul Giersberg wurde erstmals stellvertretender Bürgermeister.

Zu allen wichtigen Entscheidungen in der Gemeinde hat Paul Giersberg seinen Beitrag geleistet und offen (manchmal auch laut) seine Meinung geäußert.

Im Jahre 2004 wurde Paul Giersberg nach einer Kooperationsvereinbarung zwischen CDU und UWG erneut stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wachtberg. In der Vorstellung über eine Nachfolge in der UWG stand für Paul Giersberg schon früh fest, dass dies nur das langjährige UWG-Mitglied sein kann. Seit Dezember 2003 konnte dieser sich darauf vorbereiten und im März 2007 übergab Paul Giersberg nach 22 ½ Jahren den Fraktionsvorsitz an Bernhard Luhmer. Die Fraktion ernannte Giersberg einstimmig zum Ehrenfraktionsvorsitzenden. Sehr schnell fand Bernhard Luhmer Anerkennung im Kreis der anderen Fraktions-vorsitzenden, und selbstverständlich ist es ja auch nicht, dass in der heutigen Zeit ein selbstständiger Biolandwirt eine solch zeitraubende Aufgabe übernimmt. Nicht zuletzt hat die UWG Bernhard Luhmer auch wegen seiner ausgleichenden Art zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Bis spätestens zum Juni 2009 wird Paul Giersberg nach 25 Jahren den Vorsitz der Unabhängigen Wählergemeinschaft Wachtberg abgeben.

Paul Giersberg hat der Fraktion mitgeteilt, dass er 2009 nicht mehr für den Gemeinderat kandidiert. Er wird Bernhard Luhmer darin unterstützen, vielleicht auch neue Wege zu beschreiten. Ein neuer Kreisverband der Freien und Unabhängigen Wählergemeinschaften _ FUW – wurde am 3. Januar 2009 gegründet. In den Vorstand wurde Paul Giersberg als Schatzmeister gewählt. Er wurde als Wahlkreiskandidat für den Wahlkreis 01 Wachtberg und in der Reserveliste auf Platz 5 gewählt. Das heißt, nach den letzten Wahlergebnissen von 2004, wo nahezu alle Freien- und Unabhängigen Wählergemeinschaften in den Städten und Gemeinden die 3. Kraft wurden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, in den Kreistag einzuziehen.

Schon immer hat Paul Giersberg die Ansicht vertreten, dass zu wenig Information aus dem Kreishaus in die Kommunen geleitet wird. Seine Neugier ist groß, was mit dem großen Posten der Kreisumlage im Gemeindehaushalt, einschließlich der Jugendamtsumlage in Höhe von 10.143.450 € eigentlich so geschieht! Was die derzeitigen drei Wachtberger Abgeordneten im Kreistag an Information transportieren ist einfach zu wenig, allenfalls hören wir mal gegenseitige Übertrumpfungen beim Thema ÖPNV oder Streitigkeiten zum Thema Kindergartenplatz-Bewilligungen. Es müssten mehr Informationen in der Gemeinde ankommen, damit wir mehr für die Bürger tun können.

  • Wir wollen die Missstände beim Namen nennen.
  • Wir wollen auch unpopuläre Maßnahmen ergreifen können.
  • Wir wollen die Politikverdrossenheit brechen.

Die FUW geht davon aus, dass die Wähler und Wählerinnen sie mit einer starken Fraktion in den Kreistag entsenden. Über das Programm und die Aktivitäten werden wir umfassend berichten.

So schließt sich in der kommunalpolitischen Arbeit für Paul Giersberg der Kreis im Kreis. Sicher werden wir seine Stimme in der Gemeinde vermissen, mit Sicherheit werden wir sie im Rhein-Sieg-Kreis weiterhin vernehmen! Genau so sicher werden wir noch öfter auf seinen 40-jährigen Erfahrungs- und Wissensschatz zurückgreifen. Wir, die UWG-Ratsfraktion und alle UWG-Mitglieder sind Paul Giersberg zu großem Dank verpflichtet.

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