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Die Austraße in Niederbachem – schöne Straße

26. Januar 2009

Das leidliche Thema der Fußgängerberuhigung auf der Austraße in Niederbachem hat ja viele Väter (mindestens drei). Der Rhein-Sieg-Kreis in Person von Herrn Siegberg, der uns unnötigerweise dort eine größere Gefahrenquelle einreden wollte, obwohl bei keinem jährlichen Polizeibericht zur Unfallstatistik jemals die Austraße erwähnt wurde! Weiter wurde noch der Gemeindeversicherungsverband animiert tätig zu werden. Und als dann bald die ersten Diskussionen stattfanden, krönte der Niederbachemer Kollege Kurenbach das Ganze mit der Forderung: Egal was wir machen, die Anlieger dürfen nicht belastet werden!

Das war der Anfang vom Ende – zu Lasten der Allgemeinheit – die uns als Volksvertreter jegliche Begründung nahm in Zukunft den Anliegern wirklicher Schulwege, wie die alte Konrad-Adenauer-Straße in Niederbachem, die Holzemer Straße in Villip oder die Schützenstraße in Adendorf klar zu machen, warum sie beim endgültigen Ausbau Beiträge bezahlen müssen.

Es ist immer das gleiche Prozedere wenn eine Straße erstmals ausgebaut wurde. Ob das die wahren „Schlachten“ um die Waldstraße waren, oder die viel längere durch den ganzen Ort führende Pecher Landstraße oder die Töpferstraße in Adendorf. Nach vielen und oft langwierigen Erklärungen wurde gebaut und auch von den Anliegern bezahlt.

Trotz allem vorherigen Ärger sind die Anlieger inzwischen allesamt stolz, heute in solch einer schön gestalteten Straßen zu wohnen. Eine Wertsteigerung ist es allemal, denn in jedem Gutachten wird der Straßenausbau wertsteigernd berücksichtigt.

Auch in der Austraße hätten wir uns von vorne herein darauf verständigen müssen: Entweder wir verändern gar nichts und belassen den Zustand – oder wir führen den beitragspflichtigen endgültigen Ausbau durch!

Bei jeder Begehung hat unser Ausschussmitglied Paul Giersberg dafür geworben, ein Planungsbüro in diesem Sinne zu beauftragen und einen endgültigen Ausbau mit Kostenermittlung zu erstellen. Dann würde klar erkennbar ob der Fußweg günstiger tal- oder bergseitig angelegt werden könne und/oder ob in absehbaren Teilabschnitten gebaut werden könnte.

All diese Vorschläge scheiterten stets am Einspruch der CDU. Jedem hätte klar sein müssen, was durch ein Provisorium entsteht, nämlich das, was jetzt täglich in der Austraße zu erleben ist.

Jetzt nochmals € 40.000 aus allgemeinen Steuermitteln am Fenster bzw. auf die Austraße herauszuschmeißen, ist unverantwortlich, ja geradezu sträflich. Dieses Geld könnten wir auch besser verwenden, um bei einem endgültigen Ausbau den Anliegern die Stundungszinsen auszugleichen.

Wir fordern – auch im Wahljahr – den Status quo als Anschauung für verfehlte kommunalpolitische Entscheidungen so lange stehen zu lassen, bis die Pläne für einen endgültigen Ausbau mit den Anliegern abgestimmt sind. Dann können wir auch allen Wachtberger Straßenanliegern wieder in die Augen sehen!

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