Bürgern wird viel Geduld und Verständnis abverlangt – Verzögerungen bei wichtigen Baumaßnahmen in Wachtberg

8. Februar 2017

Wachtberger Bürger schauen mittlerweile besorgt in den Lokalteil ihrer Zeitung, weil sie befürchten, neue Hiobsbotschaften über Verzögerungen, Komplikationen und neuen Erkenntnissen bei wichtigen Baumaßnahmen der Gemeinde zu entdecken. Sie sind verärgert, befürchten Kostensteigerungen und machen sich Luft über ihren Unmut. Die Verärgerung ist verständlich, zumal ihnen die Aussagen von Herrn Ostermann, dem Beigeordneten der Gemeinde, bei der Vorstellung des jeweiligen Projektes noch ganz anders in Erinnerung sind.

Die Neueröffnung des Netto-Marktes an der Konrad-Adenauer-Straße in Niederbachem zum Beispiel war für Ende 2016 angekündigt. Endlich sollte die Lücke bei der Nahversorgung nach Schließung des CAP-Marktes geschlossen werden. Inzwischen sind jedoch Meldungen zu hören und zu lesen, die besorgniserregend sind und Zweifel über eine (zeitnahe) Fertigstellung aufkommen lassen. Baustopp, Risse an bestehenden Gebäuden, Stromausfälle bei den Anwohnern und Sorgen um die Statik des Hangs lassen nichts Gutes ahnen. Die UWG hatte schon von Beginn an mehrfach darauf hingewiesen, dass ein Standort im Ortszentrum optimaler sei – insbesondere, da auch seit langem allgemein bekannt ist, dass der Baugrund in Niederbachem für Baumaßnahmen problematisch sein kann. Die Hanglage verschärft an diesem Standort die Problematik noch.

Das schwere Unwetter am 04. Juni 2016 ist vielen Wachtberger Bürgern noch in leidvoller Erinnerung. Neben erheblichen privaten Schäden wurde auch die gemeindliche Verkehrsinfrastruktur empfindlich getroffen. In Pech wurden zwei Brückenbauwerke komplett zerstört. Deshalb beauftragte der zuständige Fachausschuss bereits in seiner Sitzung am 21.06.2016 ein Ingenieurbüro mit den Planungen für den Ersatzneubau und bereits Ende 2016 sollten die Bauarbeiten an der Pecher Hauptstraße beginnen. Bis heute ist jedoch noch nicht einmal eine Vorplanung vorgestellt worden. Inzwischen war der Presse zu entnehmen, dass mit den Bauarbeiten erst im Sommer begonnen werden soll. Nach wie vor beschweren sich die Anlieger auch bei der UWG über eine unzumutbare Lärmbelästigung, die durch das Überfahren der Behelfsbrücke entsteht. Erst der Druck aus der Politik veranlasste die Bauverwaltung der Gemeinde, nach Lösungen hierfür zu suchen.

Verzögerungen hat es auch beim Bau des „Zukunftsweges“ in Villiprott und bei der Erneuerung der Bachverrohrung sowie dem Straßenausbau „Ahrweiler Straße“ in Berkum gegeben. Beide Projekte wurde Mitte Juli letzten Jahres beauftragt. Bis heute sind beide Vorhaben immer noch nicht fertiggestellt. Die Verzögerungen bei der „Ahrweiler Straße“ wurden sogar neulich in einem WDR-Fernsehbeitrag thematisiert, in dem auch die betroffenen Anwohner ihren Ärger und ihr Unverständnis über die immer noch andauernden Baumaßnahmen äußerten.

Wie sind diese Fehlplanungen zu erklären? Hat es eine Verkettung unglücklicher Umstände gegeben? Sind böse Mächte über Wachtberg hereingebrochen? Oder mangelt es der Bauverwaltung an Kompetenz, die Bauvorhaben fachlich und realistisch zu planen und in den richtigen Zeitrahmen zu setzen?

Die UWG fragt sich: Was soll den Bürgern denn noch alles zugemutet werden? Wie können bei zukünftigen Projekten so grobe Fehleinschätzungen vermieden werden?

Dass es auch anders geht zeigt der Brückenneubau auf der L 123 bei Arzdorf. Er konnte knapp sechs Monate nach dem schwerwiegenden Unwetter durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW fertiggestellt werden. Auch der Bau der Brücke für die Ortsumgehung Gimmersdorf, die vom Rhein-Sieg-Kreis beauftragt wurde und Ende März fertiggestellt sein soll, liegt im Zeitplan.

Allgemein

Wie lange müssen die Pecher noch auf ihre neuen Brücken warten? – Verkehr auf der L 123 bei Arzdorf rollt bereits wieder

27. November 2016

Das schwere Unwetter am 04. Juni 2016 ist vielen Bürgern in der Gemeinde Wachtberg noch in leidvoller Erinnerung. Neben erheblichen privaten Schäden wurde auch die gemeindliche Verkehrsinfrastruktur empfindlich getroffen. Überflutete Bäche hatten katastrophale Schäden verursacht. Insgesamt sind in Wachtberg fünf Brücken zerstört worden. Das THW hatte kurzfristig Behelfsbrücken in Pech und an der L 123 bei Arzdorf gebaut. Diese provisorischen Brücken sind nicht nur kostenintensiv, sondern verursachen – außer entsprechenden Behinderungen aufgrund ihrer Breite – auch erhebliche Lärmbelästigungen der Anwohner. Der Beigeordnete der Gemeinde, Herr Ostermann, hatte zugesagt, schnelle Abhilfe zu schaffen und die Brückenerneuerung zügig voran zu treiben. Davon ist bisher noch nichts zu sehen.

Während der Brückenneubau auf der L 123 vor wenigen Tagen durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW fertiggestellt werden konnte, sind bei den betroffenen Brücken in Pech, die zum Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Wachtberg gehören, immer noch Behelfsbrücken im Einsatz. Weder auf der „Pecher Hauptstraße“ noch am „Grünen Weg“ ist zu erkennen, dass der Brückenneubau bevor steht. Die Bürger haben inzwischen schon das Gefühl, dass diese Provisorien nicht nur für kurze Zeit, sondern als langfristige Lösung herhalten müssen.

Die UWG und viele Bürger fragen sich: Wie ist das möglich, dass die neue Brücke auf der besonders belasteten und mit schweren LKWs befahrenen Landesstraße 123 in Arzdorf innerhalb von knapp 6 Monaten fertiggestellt worden ist, während der Startschuss für die Bauarbeiten der beiden Brücken auf den Pecher Ortsstraßen noch nicht einmal gefallen ist?

Die kurze Abwicklungszeit bei Arzdorf lässt sich sicher auch durch das gewählte Bauverfahren erklären. Bekanntermaßen sind für die neue Brücke auf der L 123 handelsübliche Kastenprofile (Betonfertigteile) eingesetzt worden, die sicherlich durch das Baukastensystem ein zügiges Planen und Bauen ermöglicht haben. Ob auch diese Bauweise in Pech zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt.

Die Gemeinde Wachtberg steckt offensichtlich leider noch in der Planungsphase fest. Dem Fachausschuss wurden bislang noch keine konkreten Planungen vorgelegt. Die UWG wird sich weiterhin dafür einsetzten, dass der Brückenneubau in Pech so schnell wie möglich erfolgt. Deshalb wird sie bei dem für die Maßnahme verantwortlich zeichnenden Beigeordneten Jörg Ostermann einen Sachstandsbericht einfordern und auf ein zügiges Verfahren drängen.

Allgemein

Fritzdorf noch immer ohne Mobilfunk – UWG fordert umgehenden Versorgungsanschluss

20. November 2016

Der Wachtberger Ortsteil Fritzdorf stellt immer noch einen „weißen Fleck“ auf der Mobilfunkkarte dar. Durch die ungünstige geografische Lage der vorhandenen Sendemasten ist es derzeit nicht möglich, diesen Ortsteil stabil zu versorgen.

Der Mobilfunk gehört längst zum Kommunikationsstandard in unserer Gesellschaft und hat das Festnetz an Bedeutung inzwischen überrundet. Eine wichtige Funktion kommt dem Mobilfunk auch bei Unfällen und dem Rettungswesen zu. Unfälle oder Notfälle können über das Mobilnetz von jeder beliebigen Stelle gemeldet werden. Außerdem werden Einsatzmaßnahmen zu Hilfeleistungen der Rettungsdienste – neben dem Funkverkehr – ergänzend über das Mobilfunknetz koordiniert. Ein funktionierendes und flächendeckendes Mobilfunknetz sollte daher zur Daseinsvorsorge einer Gemeinde gehören.

Die UWG Fraktion misst dem Schließen der bestehenden Funklöcher in Wachtberg eine hohe Priorität bei. Deshalb hat sie im zuständigen Ausschuss verschiedentlich Anträge und Anfragen an die Verwaltung gerichtet. Zunächst ließ die Antwort von Herrn Ostermann, Beigeordneter unserer Gemeinde, hoffen, dass es innerhalb einer überschaubaren Zeitspanne eine Lösung geben könnte. Die Verwaltung hatte Kontakt zu diversen Mobilfunkanbietern und die Unterzeichnung eines Mietvertrages zwischen E-Plus und einem Grundstückseigentümer stand laut Information von Herrn Ostermann unmittelbar bevor. Dann mussten wir allerdings von der Verwaltung erfahren, dass die Mobilfunkanbindung von Fritzdorf erneut in weite Ferne gerückt sei. Der Betreiber E-Plus, der einen Mobilfunkmast bauen wollte, habe aufgrund einer Fusionierung vom Vorhaben Abstand genommen. Zurzeit gäbe es keine Aussicht, hier eine Verbesserung herbeizuführen. Die UWG kann und will nicht akzeptieren, dass die Verwaltung nicht aktiver nach einer Lösung für dieses Problem sucht, sondern den jetzigen unbefriedigenden Zustand des Netzes als gegeben hinnimmt.

Mittlerweile ist ein weiteres Jahr vergangen, ohne dass etwas geschehen ist. „Das ist ein unhaltbarer Zustand für die Fritzdorfer Bürger“, so der UWG-Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg. „Es wird höchste Zeit, dass diese Versorgungs- und Sicherheitslücke endlich geschlossen wird. Mit den gescheiterten Versuchen der Verwaltung können wir uns nicht zufrieden geben. Dann muss die Gemeinde dafür sorgen, dass eine technische und wirtschaftliche Lösung – gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern – gefunden wird. Deshalb wird die UWG für den kommenden Haushalt entsprechende Mittel beantragen.“

Allgemein