Wachtberg wächst und das weiterführende Schulangebot hinkt hinterher; Schüler müssen weite Wege in Kauf nehmen

26. November 2017

Die neusten Zahlen belegen, dass die Nachfrage nach KiTa-Plätzen weiter zunehmen wird. Die Gemeinde kommt kaum nach, entsprechende Plätze für die Kleinen zu schaffen. Das Gewerbegebiet hat sich so gut entwickelt, dass die nächste Erweiterung ansteht und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Junge Familien könnten in Wachtberg weiterhin einen idealen Wohnsitz sehen, wäre da nicht das unzureichende Angebot an weiterführenden Schulen.

Die jetzigen Kindergartenkinder werden schulpflichtig und mit der Entscheidung zugunsten eines weiterführenden Bildungsweges müssen sie die Angebote der angrenzenden Kommunen wählen. Weite Schulwege und lange Fahrzeiten nehmen die Eltern in Kauf, da der  „moderne“ Standort Wachtberg kein attraktives weiterführendes Schulangebot bereithält und stattdessen nur die eingeschränkten und unflexiblen Möglichkeiten der Hans-Dietrich-Genscher-Schule bietet. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Prognose der Schülerzahlen für diese Schule sehr unerfreulich ausfällt.

Obwohl alle Parteien im Bund, dem Land und den Kommunen die Bildung immer wieder als vorrangiges Thema benennen, wird in Wachtberg  nicht in die Zukunft geschaut. Ist sich die Politik in Wachtberg der Verantwortung für die Kinder nicht bewusst? Sollten nicht Partikularinteressen zugunsten allgemeiner Bedürfnisse zurückgestellt werden?

Seit Jahren kämpft die UWG in Wachtberg um ein Schulmodell, dass allen Kindern die individuelle Chance bietet, alle Möglichkeiten bis hin zum Abitur auszuschöpfen. Die Attraktivität unserer Gemeinde zeigt sich u.a. bei der Ansiedlung von Handel und Gewerbe sowie bei der Wohngebietsentwicklung. Was hinterher hinkt ist ein fehlendes attraktives weiterführendes Schulangebot für unsere Kinder. Sie sind die Zukunft von Wachtberg und die Politik sollte nicht die Augen davor verschließen. Hier müssen unbedingt alle Möglichkeiten zielführend in Angriff genommen werden. Der erste Schritt könnte ein Teilstandort einer Gesamtschule sein, wie es die SPD jüngst zur Prüfung beantragt hat.

Die UWG wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass den Kindern in Wachtberg ein weiterführendes Bildungsangebot bis hin zum Abitur ermöglicht wird. Jede Chance, das Auslaufmodell Hauptschule in eine attraktive Gesamtschule umzustrukturieren, sollte ergriffen werden.

Die UWG wünscht allen Wachtberger Bürgern  ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr 2018.

Allgemein

Wachtberg und ihr zukünftiges VHS-Angebot – Rat muss bis Jahresende eine Entscheidung treffen

27. August 2017

Das Erste Gesetz zur Ordnung und Förderung der Weiterbildung in NRW sieht vor, dass die Gemeinde Wachtberg eine Einrichtung zur Weiterbildung (Volkshochschule) vorhalten muss. Diese Pflichtaufgabe wurde im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen der Gemeinde Wachtberg und dem Volkshochschulzweckverband Meckenheim Rheinbach Swisttal geregelt. Darin überträgt die Gemeinde ihre Aufgabe aus dem Weiterbildungsgesetz auf den Zweckverband. Dort ist sie jedoch nur  sogenanntes kooptiertes (ergänzendes) Mitglied der Verbandsversammlung und als solches nicht stimmberechtigt. Eine Vollmitgliedschaft wäre nur möglich, wenn Wachtberg sich auch an den Kosten der musikalischen Ausbildung beteiligen würde. Das kommt für die Gemeinde jedoch nicht infrage, da sie über eine eigene Musikschule verfügt.

Da der Leiter der Wachtberger Musikschule Herr Benedikt Haentjes im Mai dieses Jahres überraschend verstorben ist, stellt sich für die Gemeinde die Frage nach der Zukunft ihrer Musikschule. Sollte diese mit neuer Führung in gewohnter Weise fortgeführt werden? Wäre es denkbar, die Musikschule in dem VHS-Zweckverband aufgehen zu lassen? Gibt es möglicherweise weitere Alternativen?

Da die aktuelle öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem VHS-Zweckverband zunächst nur bis zum 31.12.2018 geschlossen wurde, müsste eine Kündigung bis zum 31.12.2017 für den Fall erfolgen, dass von Seiten einer der Vertragsparteien eine Fortführung des Vertrages nicht gewünscht wird. Mit dieser Thematik muss sich der Rat in Kürze beschäftigen. Ansonsten wandelt sich die Vereinbarung ab dem 01.01.2019 in einen unbefristeten Vertrag um.

Eine ungewöhnliche Konstellation lässt einen in diesem Zusammenhang allerdings aufmerken. Der VHS-Beauftragte und Interessenvertreter der Gemeinde Wachtberg im VHS-Zweckverband, Herr Ulf Hausmanns (CDU), ist der Ehemann der im Mai diesen Jahres gewählten Direktorin des VHS-Zweckverbands, Frau Dr. Barbara Hausmanns. Sie hatte die Nachfolge des zum Ende 2016 von seinem Posten zurückgetretenen Adrian Grüter übernommen. Es ist vermutlich davon auszugehen, dass Herr Hausmanns sein Amt als VHS-Beauftragter kurzfristig niederlegen wird, um eventuelle Interessenkonflikte zukünftig zu vermeiden.

Allgemein

Steuererhöhungen abgewendet – UWG stellt sich gegen Mehrbelastungen der Bürger

12. April 2017

In einem gemeinsamen Antrag mit der CDU und der FDP hat die UWG die von der Bürgermeisterin eingebrachten und von SPD, den Grünen und Unser Wachtberg beabsichtigten Steuererhöhungspläne im Gemeinderat Wachtberg durchkreuzt.

Damit ist die Mehrbelastung, die von jedem Wachtberger Bürger (Mieter genauso wie Eigentümer) zu zahlen gewesen wäre, vom Tisch. Allein für dieses Jahr wäre jeder Haushalt mit ca. € 100,– über die Grundsteuer B (Erhöhung um 23%) zusätzlich belastet worden, in den Folgejahren nochmals mit jeweils weiteren € 65,–.

Die UWG hatte schon zu Beginn der Haushaltsberatungen klargemacht, dass Steuererhöhungen mit ihr nicht zu machen seien. „Die Lebenshaltungskosten haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Wir möchten die Bürger nicht noch zusätzlich belasten. Die Belastungsgrenze ist erreicht. Wir sind bereit, Einsparungen dort vorzunehmen, wo sie vertretbar und angemessen sind. Auch wenn nicht alle Wünsche in vollem Umfang in diesem Jahr in Erfüllung gehen können; auf den gewohnten Leistungsumfang brauchen die Bürger aber deshalb nicht zu verzichten. Auch im privaten Bereich werden Renovierungsarbeiten auch schon mal in das Folgejahr verschoben, ohne dass damit Einschränkungen verbunden wären. Es ist eine Binsenweisheit, dass letztlich nicht mehr Geld ausgegeben werden kann, als zuvor eingenommen wurde“, so der Fraktionsvorsitzende der UWG im Gemeinderat, Joachim Mittweg.

Weiter meint der UWG-Fraktionsvorsitzende: „Es ist schon bemerkenswert, dass sich ausgerechnet die SPD und die Grünen als Parteien der Besserverdienenden darstellen und für Steuererhöhungen plädieren, also die Bürger zur Kasse bitten. Das ist mit der UWG nicht zu machen.“

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