Wie lange müssen die Pecher noch auf ihre neuen Brücken warten? – Verkehr auf der L 123 bei Arzdorf rollt bereits wieder

27. November 2016

Das schwere Unwetter am 04. Juni 2016 ist vielen Bürgern in der Gemeinde Wachtberg noch in leidvoller Erinnerung. Neben erheblichen privaten Schäden wurde auch die gemeindliche Verkehrsinfrastruktur empfindlich getroffen. Überflutete Bäche hatten katastrophale Schäden verursacht. Insgesamt sind in Wachtberg fünf Brücken zerstört worden. Das THW hatte kurzfristig Behelfsbrücken in Pech und an der L 123 bei Arzdorf gebaut. Diese provisorischen Brücken sind nicht nur kostenintensiv, sondern verursachen – außer entsprechenden Behinderungen aufgrund ihrer Breite – auch erhebliche Lärmbelästigungen der Anwohner. Der Beigeordnete der Gemeinde, Herr Ostermann, hatte zugesagt, schnelle Abhilfe zu schaffen und die Brückenerneuerung zügig voran zu treiben. Davon ist bisher noch nichts zu sehen.

Während der Brückenneubau auf der L 123 vor wenigen Tagen durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW fertiggestellt werden konnte, sind bei den betroffenen Brücken in Pech, die zum Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Wachtberg gehören, immer noch Behelfsbrücken im Einsatz. Weder auf der „Pecher Hauptstraße“ noch am „Grünen Weg“ ist zu erkennen, dass der Brückenneubau bevor steht. Die Bürger haben inzwischen schon das Gefühl, dass diese Provisorien nicht nur für kurze Zeit, sondern als langfristige Lösung herhalten müssen.

Die UWG und viele Bürger fragen sich: Wie ist das möglich, dass die neue Brücke auf der besonders belasteten und mit schweren LKWs befahrenen Landesstraße 123 in Arzdorf innerhalb von knapp 6 Monaten fertiggestellt worden ist, während der Startschuss für die Bauarbeiten der beiden Brücken auf den Pecher Ortsstraßen noch nicht einmal gefallen ist?

Die kurze Abwicklungszeit bei Arzdorf lässt sich sicher auch durch das gewählte Bauverfahren erklären. Bekanntermaßen sind für die neue Brücke auf der L 123 handelsübliche Kastenprofile (Betonfertigteile) eingesetzt worden, die sicherlich durch das Baukastensystem ein zügiges Planen und Bauen ermöglicht haben. Ob auch diese Bauweise in Pech zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt.

Die Gemeinde Wachtberg steckt offensichtlich leider noch in der Planungsphase fest. Dem Fachausschuss wurden bislang noch keine konkreten Planungen vorgelegt. Die UWG wird sich weiterhin dafür einsetzten, dass der Brückenneubau in Pech so schnell wie möglich erfolgt. Deshalb wird sie bei dem für die Maßnahme verantwortlich zeichnenden Beigeordneten Jörg Ostermann einen Sachstandsbericht einfordern und auf ein zügiges Verfahren drängen.

Allgemein

Fritzdorf noch immer ohne Mobilfunk – UWG fordert umgehenden Versorgungsanschluss

20. November 2016

Der Wachtberger Ortsteil Fritzdorf stellt immer noch einen „weißen Fleck“ auf der Mobilfunkkarte dar. Durch die ungünstige geografische Lage der vorhandenen Sendemasten ist es derzeit nicht möglich, diesen Ortsteil stabil zu versorgen.

Der Mobilfunk gehört längst zum Kommunikationsstandard in unserer Gesellschaft und hat das Festnetz an Bedeutung inzwischen überrundet. Eine wichtige Funktion kommt dem Mobilfunk auch bei Unfällen und dem Rettungswesen zu. Unfälle oder Notfälle können über das Mobilnetz von jeder beliebigen Stelle gemeldet werden. Außerdem werden Einsatzmaßnahmen zu Hilfeleistungen der Rettungsdienste – neben dem Funkverkehr – ergänzend über das Mobilfunknetz koordiniert. Ein funktionierendes und flächendeckendes Mobilfunknetz sollte daher zur Daseinsvorsorge einer Gemeinde gehören.

Die UWG Fraktion misst dem Schließen der bestehenden Funklöcher in Wachtberg eine hohe Priorität bei. Deshalb hat sie im zuständigen Ausschuss verschiedentlich Anträge und Anfragen an die Verwaltung gerichtet. Zunächst ließ die Antwort von Herrn Ostermann, Beigeordneter unserer Gemeinde, hoffen, dass es innerhalb einer überschaubaren Zeitspanne eine Lösung geben könnte. Die Verwaltung hatte Kontakt zu diversen Mobilfunkanbietern und die Unterzeichnung eines Mietvertrages zwischen E-Plus und einem Grundstückseigentümer stand laut Information von Herrn Ostermann unmittelbar bevor. Dann mussten wir allerdings von der Verwaltung erfahren, dass die Mobilfunkanbindung von Fritzdorf erneut in weite Ferne gerückt sei. Der Betreiber E-Plus, der einen Mobilfunkmast bauen wollte, habe aufgrund einer Fusionierung vom Vorhaben Abstand genommen. Zurzeit gäbe es keine Aussicht, hier eine Verbesserung herbeizuführen. Die UWG kann und will nicht akzeptieren, dass die Verwaltung nicht aktiver nach einer Lösung für dieses Problem sucht, sondern den jetzigen unbefriedigenden Zustand des Netzes als gegeben hinnimmt.

Mittlerweile ist ein weiteres Jahr vergangen, ohne dass etwas geschehen ist. „Das ist ein unhaltbarer Zustand für die Fritzdorfer Bürger“, so der UWG-Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg. „Es wird höchste Zeit, dass diese Versorgungs- und Sicherheitslücke endlich geschlossen wird. Mit den gescheiterten Versuchen der Verwaltung können wir uns nicht zufrieden geben. Dann muss die Gemeinde dafür sorgen, dass eine technische und wirtschaftliche Lösung – gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern – gefunden wird. Deshalb wird die UWG für den kommenden Haushalt entsprechende Mittel beantragen.“

Allgemein

UWG fordert einheitlichen Wasserpreis für Wachtberg – Niederbachemer zahlen zu viel

14. November 2016

Seit dem Jahr 2013 gibt es auf dem Gebiet der Gemeinde Wachtberg zwei verschiedene Wasserpreise. Während der Ortsteil Niederbachem sein Wasser von den Stadtwerken Bonn bezieht, der z. Zt. auch das Versorgungsnetz gehört, wird das übrige Gemeindegebiet von der enewa GmbH mit Wasser versorgt.

Der Wasserpreis, den die Niederbachemer zu zahlen haben, liegt jedoch deutlich höher, als bei allen anderen Wachtberger Bürgern. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 150 cbm/Jahr beträgt die Preisdifferenz über € 90,–/Jahr.

Die Kündigung des Konzessionsvertrages mit den Stadtwerken Bonn zum 14.05.2017 und eine neue Ausschreibung eröffnet nun die Chance für die Gemeinde Wachtberg,  den neuen Konzessionsvertrag so zu verhandeln, dass auch für die Niederbachemer ein attraktiver Wasserpreis dabei herauskommt.

Der UWG-Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg dazu: „Wir brauchen für die gesamte Gemeinde einen einheitlichen Wasserpreis. Es kann nicht sein, dass die Niederbachemer mehr für das Wasser bezahlen müssen, als alle anderen Wachtberger Bürger.“

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